News des Freundeskreises

Wir bauen Brücken in die Ukraine

Bei der Mahnwache am Rosenmontag ging Bernd Klotz für den Förderverein der Mühlheimer Flüchtlinge auf die Lage der Kriegsflüchtlinge ein. 

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© Stadt Mühlheim am Main

Unter anderem sagte er: "Wir haben Krieg, Krieg in Europa. Ich konnte vor wenigen Tagen an einer Videoschalte mit Menschen in der Ukraine teilnehmen. Neben dem Schrecken des Krieges kam das Schicksal der Geflüchteten zur Sprache. Eine Frau aus der West-Ukraine berichtet, dass in ihrer Stadt, die kleiner ist als Mühlheim, täglich 1.000 Menschen ankommen.

Seit 2014 sind rund 1,5 Millionen Menschen aus den Regionen Donezk und Luhansk geflüchtet. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen geht im Moment davon aus, dass sich seit Beginn der Invasion innerhalb der Ukraine mehr als 100.000 Flüchtlinge auf den Weg gemacht haben.

In den nächsten Tagen und Wochen werden Geflüchtete ins Baltikum, nach Polen und dann nach Deutschland kommen. Es ist absehbar, dass auch Frauen, Männer und Kinder aus der Ukraine zu uns kommen werden. Wer aus den ukrainischen Kriegsgebieten flieht, seine Familie zu retten versucht, verliert seine Heimat.

Das Motto unserer Flüchtlingsarbeit lautet: Wir bauen Brücken. Und das seit 2014. Lassen Sie uns gemeinsam eine Bücke bauen zu den Menschen in der Ukraine. Die großen Hilfsorganisationen haben zu Spenden aufgerufen.

Mehr noch. Überall in Deutschland zeigen sich Städte und Gemeinden bereit, Geflüchtete aus dem Kriegsgebiet aufzunehmen. Bei all den damit verbundenen Herausforderungen ist dieser humanitäre Akt ein Zeichen der Zeit.

Es muss uns bei aller Betroffenheit um den Krieg auch um diese gelebte Solidarität gehen. Darum appellieren wir in der Flüchtlingsarbeit an alle in unserer Stadt, sich darauf vorzubereiten, dass Menschen aus der Ukraine kommen werden. Wir wollen und werden sie mit Nähe und Hilfsbereitschaft, mit Spenden, Zeit und Aufmerksamkeit unterstützen.

Helfen Sie mit und bauen auch Sie Brücken".